Google ersetzt den Google Assistant durch Gemini: Was sich ab Oktober 2025 ändert

Überblick

Google stellt seinen klassischen Sprachassistenten auf Gemini um. Auf dem Smartphone wird die Assistant-App schrittweise durch die Gemini-App ersetzt; im Smart-Home zieht „Gemini for Home“ auf kompatiblen Google-Home/Nest-Geräten ein – mit natürlicheren Gesprächen, besserem Kontext und neuen Automationsmöglichkeiten ab Oktober 2025.

Warum macht Google das?

Assistant war stark in Befehlen („Schalte das Licht an“). Gemini ist ein generativer KI-Agent, der Konversation versteht, multimodal arbeitet (Text, Bild, teils Video) und Informationen aus Google-Apps/-Diensten verknüpft. Ziel: längere, natürlichere Dialoge, weniger starre Befehlsfolgen, mehr „Erledige das für mich“.

Zeitplan auf einen Blick

  • Smartphone & Tablet: Migration auf die Gemini-App (Android, später weitere Oberflächen). Assistant bleibt während der Übergangsphase teils parallel wählbar, wird aber sukzessive abgelöst.
  • Google Home/Nest: Start von Gemini for Home ab Oktober 2025 als Early-Access-Rollout, anschließend schrittweise für weitere Regionen/Sprachen.
  • Ausnahmen: Sehr alte Android-Versionen oder Geräte mit geringer Leistung können außen vor bleiben.

Neue Funktionen & Unterschiede

  • Gemini Live: Freiere, unterbrechungsarme Gespräche; Nachfragen ohne jedes Mal neu zu triggern.
  • Kontext über Apps hinweg: Termine, Nachrichten, Notizen, Maps-Infos – in einem Gesprächsfluss nutzbar.
  • Smart-Home-Automationen: Komplexe Routinen mit natürlicher Sprache anlegen („Wenn ich das Haus verlasse, aktiviere Alarm, senke Heizung, ausschalten…“).
  • Multimodalität: Inhalte beschreiben, zusammenfassen, umformulieren; in Teilen Bild/Video-Verständnis, je nach Gerät/Funktion.
  • Stufenmodell: Basisfunktionen gratis; erweiterte Gemini-Features (z. B. größere Kontexte/Workflows) können ein Abo erfordern.

Was ändert sich für Nutzer:innen konkret?

  • Sprachbefehl bleibt – aber freier: Statt starrer Kommandos funktionieren Aufgabenketten und Rückfragen.
  • Routinen → Automationen: Bestehende Assistant-Routinen lassen sich in der Google-Home-App prüfen und als Gemini-Automationen nachziehen/erweitern.
  • Setup & Steuerung einfacher: Geräte koppeln, Szenen bauen, Timer/Listen/Termine – alles konversational.
  • Datenschutz & Kontrolle: Weiterhin Google-Konto-basiert mit bekannten Kontrollen (Aktivitäten, Löschoptionen, Opt-ins).

Mögliche Grenzen zum Start

  • Feature-Parität: Einzelne Assistant-Funktionen können zeitversetzt in Gemini auftauchen.
  • Sprachen/Regionen: Oktoberstart = Early Access; volle Abdeckung folgt nach und nach.
  • Geräte-Kompatibilität: Sehr alte Hardware oder OS-Versionen ggf. eingeschränkt.

Umstieg: So bereitest du dich vor

  1. Gemini-App installieren/aktualisieren und als Standard-Assistent setzen.
  2. Google-Home-App updaten; Early-Access (falls angeboten) aktivieren.
  3. Routinen checken: Wichtigste Abläufe als Automationen neu anlegen oder migrieren.
  4. Berechtigungen prüfen: Mikrofon, Benachrichtigungen, Zugriff auf Kalender/Drive/Standort nach Bedarf erlauben.
  5. Shortcuts/Hotword testen und Gewohnheiten anpassen (z. B. Sprechstil, Folgebefehle).

Für Unternehmen/IT

  • Arbeitsabläufe: Meeting-Vorbereitung, Notizen, Mails, Zusammenfassungen – Gemini-Flows können den Office-Alltag beschleunigen.
  • Smart-Office-Szenarien: Raum-Automationen, Besuchermanagement, Sicherheit (Kameras, Alarme) konversational steuern.
  • Governance: Richtlinien für Datenfreigaben, Audit-Trails, Admin-Kontrollen definieren.

Fazit

Gemini ist mehr als ein „neuer Assistant“: Es ist ein Agent, der Kontexte versteht, Aufgabenketten ausführt und Smart-Home/Smartphone enger verbindet. Der Rollout ab Oktober 2025 markiert den Einstieg – die volle Wirkung zeigt sich, wenn Funktionen, Sprachen und Geräte in den Folgemonaten nachziehen.

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